Am Ende jedes Jahres setze ich mir ein Motto fürs nächste Jahr. Und dieser „Prozess“ läuft immer gleich ab. Ich überlege nicht angestrengt „Was könnte nur mein Motto sein?“. Es ist einfach da. Während ich meinen Jahresrückblick schreibe, bahnt es sich seinen Weg in meinen Kopf. Und dann weiß ich: Okay, dann schauen wir doch mal, was wir draus machen können.
Was, wenn es funktioniert: Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen werde
Dieses Motto bedeutet für mich 3 Dinge:
1. Ich überwinde meine Mindfucks
In den letzten paar Jahren habe ich definitiv in dem, was ich aufgebaut habe, einiges erreicht. Ich habe Workshops gegeben, ich habe Kurse gegeben und ich habe Webinare gehalten. Ich hab mich offline in der Volkshochschule gezeigt und natürlich hab ich auch die ein oder anderen Kunden im 1:1 begleitet.
Aber du machst dir kein Bild, was da regelmäßig in meinem Kopf los ist.
Ich habe erst vor ein paar Jahren erfahren, dass es für dieses Phänomen in meinem Schädel einen Fachausdruck gibt: Impostersyndrom. Die Angst, dass die Welt um mich herum herausfindet, dass ich im Grunde gar nichts kann. Heiße Luft. Sonst nix. Ich nenne es Mindfucks. Denn die Stimmung, die mit diesem Wort mitschwingt, trifft es eher. Es geht mir nämlich ziemlich auf die Ketten.
Und weil das so ist und weil ich in der Tiefe meines Herzens weiß, dass diese Mindfucks endlich mal die Klappe halten dürfen, habe ich mir für dieses Jahr mein Motto so gewählt, wie es da oben steht. Denn was ist, wenn ich doch was kann? Was, wenn die Menschen um mich herum recht haben. Die, die mir regelmäßig spiegeln, dass ihnen das, was ich in meinen Newslettern schreibe, in meinen Programmen anbiete, auf meinem WhatsApp-Channel teile, hilft.
Denn im Grunde ist es sehr unverschämt, solche Feedbacks regelmäßig klein zu reden und den Leuten sogar insgeheim noch zu unterstellen, dass sie das ja nur sagen, um mir eine Freude zu machen. Hallo? Also weg mit dem „Das wird vermutlich eh keiner hören wollen!“ und dem „Was, wenn das gar nichts bringt?“ oder dem „Vermutlich erzähle ich nur unkoordinierten Blödsinn.“. Ach diese Reihe könnte ich endlos weiterführen.
Ich weiß: Diese Gedanken sagen nichts über meine Kompetenz aus. Sie sagen etwas über alte Muster, die laut werden, wenn ich wachse. Und genau deshalb dürfen sie jetzt mal die Klappe halten.
2. Raus, raus, raus aus der Komfortzone
Am liebsten sind mir die kleinen und feinen Webinare. Die mit so 50 bis 60 Teilnehmern. Warum? Weil das innerhalb meiner Komfortzone stattfindet. Komisch. Noch vor ein paar Jahren bewegte sich meine Komfortzone eher bei so 5 bis 7 Teilnehmern. Heißt also, meine Komfortzone hat sich gedehnt. Wie kommt sowas? In dem ich raus gehe aus dieser Kuschelzone. „Ich hab Schiss, aber ich mach’s trotzdem!“
Ja, ja, draußen ist es ungemütlich, unsicher und mein Hirn möchte mich ohnehin am liebsten zu Hause auf dem Sofa wissen. Denn dort ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich den Tag überlebe, am größten. Bekannte Abläufe und die Illusion von Kontrolle. Dort ist es aber auch am langweiligsten. Für mich zumindest.
Aber warum sollte ich eigentlich raus aus meiner Komfortzone?
Wenn ich ehrlich auf mein Business schaue, dann sind die Dinge, auf die ich heute stolz bin, nie aus der Komfortzone heraus entstanden.
Nicht der erste Workshop.
Nicht der erste Newsletter.
Nicht das erste Webinar.
Und ganz sicher nicht die ersten echten Kunden.
Deshalb werde ich auch in diesem Jahr meine Komfortzone durch gelegentliche Ausbrüche weiter dehnen. Mit neuen Formaten, neuen Räumen, vielleicht auch neuen Kooperationen. Denn was, wenn’s funktioniert?
Und damit sind wir beim nächsten Punkt.
3. Was, wenn noch viel mehr funktioniert?
Mich lässt das komische Gefühl nicht los, dass das, was bisher trotz meiner Zweifel funktioniert hat, erst der Anfang war.
„Put a date on your dream, the rest is logistic“ steht auf einer knallroten Karte auf meinem Schreibtisch. Ja, ich habe einen Traum. Ich habe ein großes Ziel. Ein BHAG, ein Big Hairy Audacious Goal. Ein wirklich verrücktes Ziel. In meinem Jahresrückblick hatte ich es schon mal angeteasert. Dieses Ziel ist mein Nordstern. Alles, was ich künftig anbiete, werde ich daran ausrichten.
Mein BHAG: Eine Million Frauen erreichen, die mit meiner Hilfe endlich verstehen, wie viel sie selbst für ihre Gesundheit, ihre Energie, ihr Wohlbefinden tun können, ohne irgendwelchen Pülverchen, Spritzen, Pillen, Diäten oder sonstigen Hypes hinterherzurennen. Stell dir mal vor, wie cool das wäre? Wenn so viele Frauen die beste Version von sich selbst leben können, weil sie verstehen, welche Lebensmittel und welche Gewohnheiten ihnen gut tun und ihnen Energie und Wohlbefinden schenken und ihr Immunsystem stärken. Ist das zu groß geträumt? I don’t know. Aber schau mer mal.
Du willst mich 2026 dabei begleiten, wie ich mein Motto umsetze?
Dann hast du gleich im Februar die Gelegenheit dazu. Am 9. Februar gebe ich ein Webinar mit dem Titel „Vom Morgenmuffel zur Morningqueen“. Und darin kannst du erleben, wie ich über mein absolutes Lieblingsthema spreche. Die kraftvollste Zeit und die kraftvollste Routine, die wir haben. Du bist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen:
Ich freue mich auf den nächsten Step aus meiner Komfortzone. Denn „siehst du den Horizont? Direkt überm Boden fängt der Himmel an. Und wär ich dort, würd ich wetten, dass ich ihn erreichen kann…“ (Thomas D.).
In diesem Sinne, auf ein großartiges Jahr 2026. Pass auf dich auf und bis bald.
Susanne




Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
Liebe Susanne!
Mein erster Gedanke: Du MUSST ein Buch schreiben! Es gibt so wundervolle Bestseller, die Millionen von Menschen erreicht haben, mit der Einfachheit des Lebens. Also mit Dingen, die so natürlich sind und die wir alle vergessen haben, weil wir glauben, Pülverchen, Pillen & Co. helfen. Der Ayurveda ist eine uralte Weisheit über das Leben. Trag ihn raus in die Welt und lass dein BHAG wahr werden.
Alles Liebe
Karina
Liebe Karina,
das mit dem Buch müssen wir nochmal sprechen. Vielleicht liest du es dann Korrektur? 😊
Danke für diesen schönen Kommentar! Und danke für deinen Rückenwind.
Bis bald
Susanne
Liebe Susanne,
krass. Wie? Motto einfach da? Ich hab‘ wieder so gebrainstormhirnt bis ich SLOWING UP! hatte.
„Was ist, wenn ich doch was kann?“ Großartig!
Und ja, kenne ich auch: Je mehr Wuchs, je mehr Gebrüll!
„ohnehin am liebsten zu Hause auf dem Sofa (…). Denn dort ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich den Tag überlebe, am größten.“ – Brüller!
Ich liebe Dein Schreib. Das sich hier (noch viiiel mehr als sonst!!!) wie DU liest.
Ich liebe Dein Ziel. Eine Million? Tocktocktock … aber was, wenn es funktioniert! Geil!
Alles Liebe, Du Kühne!
Birgit
Liebe Birgit,
ich musste beim Lesen so grinsen. 😄
Ja… Motto einfach da. Kann ich empfehlen.
Und „je mehr Wuchs, je mehr Gebrüll“ trifft es auch sehr gut.
Danke für dein „Ich liebe dein Schreib“, du weißt, dass mir das was bedeutet.
Alles Liebe zurück, du Grandiose.
Susanne
Liebe Tochter gerade erst gelesen, in meinem entspannten Rentnerdasein vergesse ich oft wie schnell die Zeit schon wieder vergangen ist und dann fällt mir ein- Susannes Blog lesen!!
So erfrischend und doch so tiefgründig und spontan fiel mir doch der Satz ein, mit dem dein Bruder gewonnen hat: lass uns gemeinsam den Ozean rocken und gucken was hinterm Horizont so alles abgeht!!
Hinter den Horizont kann man nur schauen, wenn man bereit ist, Komfortzonen zu verlassen …..und Du bist immer wieder bereit!
In Liebe deine Mama
Jaaa, der Satz von Ralf, großartig! Danke, dass du den nochmal ausgegraben hast. Und danke fürs Lesen meines Blogs ;). Bis ganz bald.